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Siemens Energy und Commerzbank – DAX-Treiber 2025

Siemens Energy und Commerzbank trieben den DAX 2025 maßgeblich an. Beide zählen zu den Top-Performern.

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Siemens Energy und Commerzbank trieben den DAX 2025 maßgeblich an – gemeinsam mit Rheinmetall zählen sie zu den Top-Performern des Jahres. Einige dieser DAX-Aktien haben sich 2025 mehr als verdoppelt. Themen wie Infrastruktur und Energiewende (Siemens Energy) und Banken (Commerzbank) trieben europäische Werte; die EZB senkte im Juni 2025 die Leitzinsen auf 2,0 Prozent (Einlagenzins) und stützte damit Banken und zyklische Werte. Der DAX verzeichnet 2025 34 Rekordstände und ein Plus von rund 23 Prozent. In diesem Beitrag ordnen wir beide Aktien ein und geben Hinweise für Anleger.

Siemens Energy – Infrastruktur und Energiewende

Siemens Energy profitiert von Themen wie Infrastruktur, Energiewende und Netzausbau. Die Bundesregierung kündigte milliardenschwere Investitionen an – das stützte die Erwartungen. Die Aktie gehörte 2025 zu den stärksten Performern im DAX. Siemens Energy ist in den Bereichen Gasturbinen, Netze, Windkraft (Siemens Gamesa) und Wasserstoff aktiv; die Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien treiben die Nachfrage. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit unter Problemen bei Siemens Gamesa gelitten; die Sanierung schreitet voran. Für Anleger bedeutet das: Siemens Energy ist von der Politik (Förderung, Infrastruktur) und von der Konjunktur abhängig – die Volatilität kann hoch sein.

Commerzbank – Banken im Aufwind

Commerzbank profitierte von der EZB-Zinssenkung im Juni 2025 und von der allgemeinen Stärke europäischer Banken. Die Aktie gehörte 2025 zu den DAX-Gewinnern. Höhere Zinsen (vor der Senkung) hatten die Zinsmarge der Bank gestützt; die Sanierungserfolge der vergangenen Jahre trugen dazu bei. Hinweis: Nach einem außergewöhnlichen Jahr 2025 verlief der Jahresauftakt 2026 für die Commerzbank holprig – am 9. Januar 2026 notierte die Aktie bei 34,90 Euro mit einem Minus von 2,02 Prozent und war der schwächste Branchenwert seit Jahresstart. Für Anleger gilt: Bankaktien sind von der Zinspolitik und der Konjunktur abhängig – nach starkem Vorjahr sind Gewinnmitnahmen und Konsolidierung normal.

DAX – 34 Rekordstände und rund 23 Prozent Plus 2025

Der DAX verzeichnet 2025 34 Rekordstände und ein Plus von rund 23 Prozent – ein außergewöhnliches Jahr. Siemens Energy, Commerzbank und Rheinmetall trieben den Index maßgeblich an; einige dieser Aktien haben sich mehr als verdoppelt. Die EZB senkte im Juni 2025 die Leitzinsen auf 2,0 Prozent (Einlagenzins) – das stützte Banken und zyklische Werte. Die Energiewende und milliardenschwere Infrastrukturinvestitionen stützten Siemens Energy; die Commerzbank profitierte von der Zinsmarge und von Sanierungserfolgen. Wir setzen nicht auf ein einzelnes Jahr – sondern auf Streuung und einen angemessenen Zeithorizont.

Einordnung für Anleger

Wenn wir in Einzelaktien investieren, übernehmen wir höheres Risiko als bei einem breiten ETF. Wenn wir Siemens Energy oder Commerzbank als Einzelposition halten, sollte den Anteil am Portfolio im Blick behalten – typisch wenige Prozent in Summe mit anderen Einzelwerten. Wenn wir breit streuen, haben wir beide Titel indirekt im Portfolio. Wir streuen breit und halten Einzelaktien nur begrenzt.

Praxistipps für Anleger

  • Streuung: Siemens Energy und Commerzbank nur als Beimischung – nicht als Kernanlage. Typisch wenige Prozent des Portfolios in Einzelaktien.
  • Zeithorizont: Wer Einzelaktien langfristig hält, sollte kurzfristige Schwankungen einkalkulieren – nach starkem Vorjahr sind Gewinnmitnahmen normal.
  • Vergleich mit ETF: Ein breiter Europa- oder DAX-ETF enthält beide Titel – ohne Einzelwert-Risiko.
  • Kein Timing: Niemand kann zuverlässig vorhersagen, ob Siemens Energy oder Commerzbank 2026 weiter steigen. Ein langfristiger Plan hilft mehr als Spekulation.

Bewertung und Risiken

Siemens Energy und Commerzbank haben 2025 kräftig zugelegt – die Bewertung ist hoch. Rücksetzer sind möglich – etwa bei politischen Veränderungen (Energiewende, Förderung), konjunkturellen Einbrüchen oder technologischen Rückschlägen (z. B. Siemens Gamesa). Bankaktien wie die Commerzbank sind von der Zinspolitik abhängig – weitere Zinsenkungen können die Marge belasten. Einzelaktien sind volatiler als breite Indizes – Wir stecken nur einen begrenzten Anteil des Portfolios in Einzelwerte.

Einordnung: Europa vs. USA

Siemens Energy und Commerzbank sind europäische Werte – sie profitieren von europäischer Politik (Energiewende, Infrastruktur, Zinspolitik) und von europäischer Konjunktur. Im Vergleich zu US-Titeln (z. B. Tech, Banken) haben europäische Werte oft geringere Bewertungen und andere Treiber. Langfristige Anleger, die weltweit streuen, halten sowohl US- als auch europäische Titel – über Welt-ETFs oder Mischungen aus Regionen-ETFs.

EZB-Zinssenkung Juni 2025 – Auswirkungen

Die EZB senkte im Juni 2025 die Leitzinsen auf 2,0 Prozent (Einlagenzins) – das stützte Banken und zyklische Werte. Banken wie die Commerzbank hatten zuvor von höheren Zinsen (und damit höherer Zinsmarge) profitiert; die Senkung signalisierte eine lockere Geldpolitik und stützte die Konjunkturerwartungen. Für Siemens Energy bedeuteten niedrigere Zinsen günstigere Finanzierungskosten für Infrastrukturprojekte – die Energiewende und der Netzausbau profitieren von günstigen Krediten. Wir beachten: Zinspolitik ist ein wichtiger Treiber für Banken und zyklische Werte – weitere Senkungen können die Bankmarge belasten, stützen aber die Konjunktur.

Einordnung: DAX-Treiber 2025

Neben Siemens Energy und Commerzbank trieben Rheinmetall (Verteidigung), SAP (Software) und andere Werte den DAX 2025 an. 34 Rekordstände und rund 23 Prozent Plus sind ein außergewöhnliches Ergebnis – nach einem derart starken Jahr sind Gewinnmitnahmen und Konsolidierung normal. Wir setzen nicht auf ein einzelnes Jahr – sondern auf Streuung über viele Jahre und viele Regionen.

Fazit

Siemens Energy und Commerzbank trieben den DAX 2025 maßgeblich an – einige Aktien haben sich mehr als verdoppelt. Der DAX verzeichnet 2025 34 Rekordstände und rund 23 Prozent Plus. Wir breit streuen, Einzelaktien nur begrenzt halten und nicht auf kurzfristige Höchststände setzen.

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