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Rohstoffe im Januar 2026 – Gold, Öl und Ausblick

Rohstoffe starten 2026: Gold auf Rekordniveau, Öl volatil. Ein Überblick für Anleger.

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Rohstoffe starten das Jahr 2026 in unterschiedlicher Verfassung: Gold hat 2025 Rekordstände von über 4.500 Dollar je Feinunze erreicht und legte seit Jahresbeginn um etwa 70 Prozent zu – Treiber waren Zentralbanknachfrage, geopolitische Unsicherheit und Erwartungen sinkender US-Zinsen. Öl blieb 2025 volatil; Handelspolitik und OPEC bestimmten die Richtung. Im Januar 2026 werden Rohstoffe von Geopolitik (u. a. Iran, Venezuela), Zinspolitik und Konjunkturerwartungen beeinflusst. In diesem Beitrag ordnen wir die Ausgangslage ein und geben Hinweise für Anleger.

Gold – Rekordniveau und Risiken

Gold hat 2025 und Anfang 2026 Allzeithochs erreicht – die Bewertung ist historisch hoch. Wer Gold hält, sollte den Anteil am Portfolio begrenzt halten (typisch wenige Prozent) – Gold eignet sich als kleine Beimischung, nicht als Kernposition. Langfristig zählen Aktien und Anleihen mehr für den Vermögensaufbau – Gold kann optional dazu beitragen, das Portfolio zu streuen. Die Preise sind hoch – Rücksetzer sind möglich, wenn die Unsicherheit nachlässt oder die Zinsen überraschend steigen.

Öl – Volatilität und Geopolitik

Öl bleibt volatil – Anfang Januar 2026 können Spannungen (u. a. Iran, Venezuela) die Preise treiben; Entspannung kann sie drücken. Für Anleger ist Öl als Rohstoff spekulativ – typisch ist, Öl nur in geringem Umfang oder gar nicht direkt zu halten. Ein breiter Aktien-ETF streut über viele Branchen und Länder und reduziert das Risiko von Rohstoffpreisschocks.

Einordnung für Anleger

Wer Rohstoffe halten möchte, sollte den Anteil am Portfolio begrenzt halten – typisch wenige Prozent in Gold, optional. Breite Streuung in Aktien und Anleihen bleibt die Basis einer langfristigen Strategie. Der Jahresstart 2026 ist kein Grund, plötzlich mehr in Rohstoffe zu investieren – die Bewertung von Gold ist hoch.

Vergleich mit Aktien und Anleihen

Gold wirft keine Zinsen oder Dividenden ab – im Gegensatz zu Aktien und Anleihen. Der Wert entsteht ausschließlich aus Kursgewinnen und der Nachfrage nach dem Edelmetall. Langfristig haben Aktien (z. B. ) historisch höhere Renditen erzielt – bei höherer Volatilität. Anleihen bieten regelmäßige Zinszahlungen und tendenziell geringere Schwankungen. Gold eignet sich als Beimischung zur Diversifikation – nicht als Ersatz für Aktien und Anleihen. Wer 100 Prozent in Gold oder Rohstoffe investiert, trägt ein hohes Klumpenrisiko.

Sparplan und langfristige Strategie

Wenn wir langfristig regelmäßig in Aktien und Anleihen investieren, muss Rohstoffe nicht zwingend beimischen – viele kommen mit einer breiten Streuung in weltweite Aktien- und Anleihen-ETFs aus. Wenn wir Gold optional hinzufügen, begrenzen wir den Anteil von Anfang an (z. B. 5 Prozent des Portfolios) und nicht nach einer starken Rally nachkaufen. Ein Gold-ETF (physisch hinterlegt) ist für Privatanleger einfacher handhabbar als physisches Gold. Die Entscheidung für oder gegen Rohstoffe ist eine persönliche; die Bewertung von Gold auf Rekordniveau spricht gegen eine Übergewichtung.

Fazit

Rohstoffe starten 2026 in unterschiedlicher Verfassung: Gold auf Rekordniveau, Öl volatil. Wir halten Gold nur als kleine Beimischung; breite Streuung in Aktien und Anleihen bleibt die Basis.

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