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Markt-Einbruch Januar 2026 – Heute (29.1.) und die Woche: Tech-Bilanzen, SAP, Iran, Fed

Brand aktuell: Am 29. Januar 2026 verlieren DAX und US-Börsen – SAP enttäuscht, Microsoft bricht um 12 Prozent ein (Cloud-Wachstum), Iran-Sorgen, Fed hält Zinsen. Kontext: Grönland-Zölle und Erholung.

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Was ist heute passiert? – 29. Januar 2026

Am Donnerstag, 29. Januar 2026, sind die Börsen erneut kräftig unter Druck. Die Verluste von heute stehen im Zeichen enttäuschender Unternehmensbilanzen und geopolitischer Unsicherheit – nicht mehr primär der Grönland-Zölle (die Trump am 22. Januar zurückgezogen hatte).

USA: Der Nasdaq verliert etwa 2,1 Prozent, der S&P 500 etwa 1,1 Prozent, der Dow Jones etwa 0,4 Prozent (rund 200 Punkte). Treiber sind vor allem die Quartalszahlen der Tech-Konzerne: Microsoft bricht trotz besserer Zahlen als von Analysten erwartet um rund 12 Prozent ein – Grund ist das nachlassende Wachstum im Cloud-Geschäft (Azure). Die Aktie belastet die großen Indizes spürbar. Meta legt nach starken Zahlen dagegen 7 Prozent zu; Tesla verliert 2,5 Prozent – CEO Elon Musk hatte am Vorabend angekündigt, dass Tesla die Modelle Model S und Model X bis Ende des ersten Halbjahrs 2026 einstellen wird. Apple präsentiert nach Börsenschluss seine Zahlen; Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft wird erwartet; die Aktie war zur Eröffnung etwa 1 Prozent im Plus und liegt rund 11 Prozent unter den Dezember-Hochs. Weitere Verlierer an diesem Tag: Las Vegas Sands (minus 14 Prozent – Macao-EBITDA unter Erwartung), ServiceNow (minus 12 Prozent). Zu den Gewinnern zählen Royal Caribbean (plus 16 Prozent), Southwest Airlines (plus 12 Prozent), IBM (plus 6 Prozent), Lockheed Martin (plus 5,5 Prozent), Honeywell (plus 4 Prozent), Mastercard (plus 2 Prozent), Caterpillar (plus 1 Prozent). Die US-Notenbank (Fed) hatte am 28. Januar die Zinsen unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent belassen; der S&P 500 hatte am Mittwoch erstmals die 7.000-Punkte-Marke erreicht, war dann aber minimal ins Minus gedreht.

Europa / DAX: Der DAX verzeichnet am 29. Januar Verluste. Hauptgründe: eine enttäuschende Bilanz des Softwarekonzerns SAP (Q4-2025- und Jahreszahlen wurden am 29. Januar veröffentlicht – das Cloud-Umsatzwachstum bzw. der Cloud-Backlog enttäuschten die Erwartungen) und Sorgen vor einem möglichen US-Militärschlag im Iran, was die Risikostimmung belastet. Zusätzlich wirken die gemischten Geschäftsberichte der US-Tech-Konzerne (Microsoft, Meta, Tesla) auf die Stimmung. Der DAX notiert in dieser Woche unter der 25.000-Punkte-Marke; die Finanzaufsicht BaFin hatte am 28. Januar vor wachsenden Risiken und dem hohen Potenzial für plötzliche Marktkorrektionen angesichts des großen Optimismus an den Finanzmärkten gewarnt.

Rohstoffe und Safe-Haven: Gold und Silber steigen am 29. Januar zunächst auf frische Rekordhöhen (Gold zeitweise nahe 5.600 Dollar je Feinunze, Silber über 121,75 Dollar), drehen dann aber: Gold gibt etwa 2 Prozent nach und notiert bei rund 5.200 Dollar, Silber etwa 4 Prozent im Minus bei rund 109 Dollar. Rohöl (WTI) legt wegen der US-Iran-Spannungen um rund 3 Prozent zu und notiert bei etwa 65 Dollar je Barrel. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt unter 4,24 Prozent; der US-Dollar-Index bleibt nahe seinem Vier-Jahres-Tief.

In diesem Beitrag ordnen wir zuerst ein, was heute (29. Januar 2026) passiert ist, und fassen danach die Entwicklung der Januar-Woche ein – inklusive der früheren Verluste durch Trumps Grönland-Zolldrohungen (17. Januar) und der Entspannung nach dem Zollverzicht (22. Januar). Keine konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Kontext: Die Januar-Woche – Grönland-Zölle (20.1.) und Entspannung (22.1.)

Die Verluste von heute (29. Januar) stehen im Zeichen von Tech-Bilanzen (Microsoft, SAP), Iran-Sorgen und der Fed-Entscheidung. Davor hatte bereits Mitte Januar die Eskalation im Grönland-Streit die Märkte belastet. Zur Einordnung: Was war damals der Auslöser?

Trumps Zolldrohungen im Grönland-Streit (17. Januar)

Auslöser der Verluste in der dritten Januarwoche war die Eskalation im Streit um Grönland. US-Präsident Donald Trump kündigte Sonderzölle gegen acht europäische Staaten an, um Druck für die Übernahme Grönlands durch die USA auszuüben. Betroffen waren Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland. Die Zölle waren gestaffelt geplant: Ab dem 1. Februar 2026 sollten 10 Prozent Zusatzzölle auf alle Einfuhren dieser Länder in die USA gelten; ab dem 1. Juni 2026 sollte die Erhöhung auf 25 Prozent erfolgen. Die Zölle sollten so lange bestehen bleiben, „bis eine Einigung über den vollständigen und kompletten Kauf Grönlands erzielt ist“. Trump warf den Ländern vor, im Grönland-Konflikt ein „sehr gefährliches Spiel“ zu spielen. Die EU warnte hingegen vor einer „gefährlichen Abwärtsspirale“ und bekräftigte ihre volle Solidarität mit Dänemark und Grönland. Die betroffenen Staaten erklärten gemeinsam, Zolldrohungen untergruben die transatlantischen Beziehungen; sie betonten ihre Entschlossenheit, ihre Souveränität zu wahren. Die EU-Kommission kündigte an, potenzielle Gegenmaßnahmen zu prüfen – einschließlich Gegenzölle auf US-Wareneinfuhren im Wert von etwa 93 Milliarden Euro. Die Märkte werteten die Ankündigung als Risiko eines erneuten Handelskriegs zwischen USA und Europa; Analysten sprachen von „Risk-Off“: Anleger reduzierten Risikopositionen, die Unsicherheit für Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks stieg.

US-Indizes: S&P 500, Dow, Nasdaq

An den US-Börsen verzeichneten die großen Indizes am 17. Januar 2026 erhebliche Verluste. Der S&P 500 fiel um etwa 2,1 Prozent – der stärkste eintägige Rückgang seit Oktober 2025 – und gab damit seine Jahresgewinne 2026 vorübergehend ab. Der Nasdaq 100 beziehungsweise Nasdaq Composite verlor etwa 2,1 bis 2,4 Prozent. Der Dow Jones Industrial Average fiel um fast 871 Punkte (rund 1,8 Prozent) und schloss bei 48.488,59 Punkten. Die Wall Street reagierte mit deutlicher Nervosität: Der Cboe Volatility Index (VIX), oft als „Angstindex“ bezeichnet, sprang über die Marke von 20 und erreichte den höchsten Stand seit November. Gleichzeitig stiegen die US-Anleihenrenditen (10-Jahres-US-Treasury um 7 Basispunkte auf 4,30 Prozent – höchster Stand seit dem Sommer –, 30-Jahres auf etwa 4,92 Prozent); der US-Dollar fiel um rund 0,8 Prozent – der stärkste Tagesverlust seit August – als Anleger Exposure zu US-Assets reduzierten („Sell America“-Stimmung). Gold stieg um 3,7 Prozent und notierte bei 4.763 Dollar je Feinunze; Silber erreichte Rekordstände. Typisch für Flucht in Sachwerte bei politischer und handelspolitischer Unsicherheit. Rund 80 Prozent der S&P-500-Werte schlossen im Minus – der Rückgang war breit gestreut. Die zugrundeliegende Sorge war, dass eskalierende Handelskonflikte Lieferketten und Wachstum belasten könnten. Alle elf Sektoren des S&P 500 lagen am 17. Januar im Minus – mit Ausnahme von Consumer Staples (plus 0,1 Prozent). Am stärksten betroffen waren Information Technology (minus 2,9 Prozent), Consumer Discretionary (minus 2,8 Prozent), Financials (minus 2,2 Prozent), Communication Services (minus 2,1 Prozent), Industrials und Real Estate (jeweils minus 2,0 Prozent).

Europäische Indizes: DAX, MDax, Euro Stoxx 50

An den europäischen Börsen war der DAX stark betroffen. Nach einer Rally über die 25.000-Punkte-Marke in der Vorwoche verzeichnete der Index in der dritten Januarwoche deutliche Verluste. Am 17. Januar 2026 rutschte der DAX um 1,07 Prozent auf 24.692 Punkte ab – der zweite große Tagesverlust in Folge. In der laufenden Börsenwoche betrug der Verlust zeitweise etwa 800 bis 1.000 Punkte gegenüber dem Rekordhoch; der Index fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Der Großteil der bisherigen Jahresgewinne 2026 ging damit verloren; der Schlusskurs des Vorjahres (2025) hatte bei 24.490 Punkten gelegen. Der MDax der mittelgroßen Werte war stärker betroffen: Er büßte am 17. Januar um 1,86 bis 1,88 Prozent ein und schloss bei etwa 30.796 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gab um knapp 0,6 Prozent nach. Besonders belastet wurden Exportunternehmen, Auto- und Chemiekonzerne – Branchen, die von offenen Handelsbeziehungen zwischen USA und Europa abhängen. Zum Wochenstart (26. Januar) stabilisierte sich der DAX wieder knapp unter 24.900 Punkten. In Asien eröffneten die Börsen tief im Minus; der indische Sensex verlor zeitweise fast 900 Punkte – die Verluste griffen global um sich.

Einzelaktien mit den größten Verlusten – USA (S&P 500)

Unter den Einzelwerten des S&P 500 verzeichneten am 17. Januar 2026 vor allem Technologie- und Konsumwerte die stärksten Verluste. Die größten Tagesverlierer (Kursänderung am 17. Januar, Quelle: FactSet/MarketWatch) waren: NetApp (minus 9,4 Prozent), Dell Technologies (minus 7,8 Prozent), Norwegian Cruise Line (minus 7,5 Prozent), 3M (minus 7,0 Prozent), Lululemon (minus 6,5 Prozent), KKR (minus 6,5 Prozent), Vistra (minus 5,9 Prozent), Blackstone (minus 5,9 Prozent), Oracle (minus 5,8 Prozent), Trimble (minus 5,8 Prozent), Coinbase (minus 5,6 Prozent), Broadcom (minus 5,4 Prozent), CDW (minus 5,3 Prozent), Garmin (minus 5,2 Prozent), KLA (minus 5,2 Prozent), Invesco (minus 5,2 Prozent), Fidelity National Information Services (minus 5,2 Prozent), Synchrony Financial (minus 5,1 Prozent), Equifax (minus 5,1 Prozent) und Block (minus 5,0 Prozent). Technologie- und IT-Dienstleister (NetApp, Dell, Oracle, Broadcom, KLA, CDW) sowie Finanz- und Konsumwerte (Lululemon, KKR, Blackstone, Norwegian Cruise Line) dominierten die Verliererliste – Ausdruck der Angst vor Handelskonflikten, höheren Zinsen und gebremster Konjunktur. Wir ordnen ein: Einzelne Tagesverluste sind keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung; sie zeigen, welche Branchen und Werte an einem Risiko-Off-Tag am stärksten unter Druck gerieten.

Einzelaktien mit den größten Verlusten – DAX und Europa (Auto, Chemie)

An den europäischen Börsen waren vor allem Automobil- und Chemiewerte von den Zolldrohungen betroffen – deutsche und europäische Fahrzeuge und Chemieprodukte wären in den USA teurer geworden, die Absatzchancen hätten deutlich sinken können. Zu den größten Verlierern im DAX zählten BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz. Die BMW-Aktie verlor an einem Handelstag bis zu 4,3 Prozent; über 30 Tage betrachtet lag sie etwa 7 Prozent im Minus und rund 10 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Mehrere Analysten reagierten mit Herabstufungen: Berenberg stufte BMW von „Buy“ auf „Hold“ herab, UBS von „Buy“ auf „Neutral“. Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen verbilligten sich am 17. Januar weiter – die Aktien dieser Hersteller litten unter der Erwartung, dass deutsche Fahrzeuge in den USA teurer würden und die Margen unter Zolldruck gerieten. Der europäische Automobil-Branchenindex zählte zu den größten Verlierern der Woche. Auch Chemiekonzerne wie BASF und Bayer wurden in Berichten als belastet genannt; Analysten wie Beata Manthey (Citigroup) hielten eine Belebung der Gewinnentwicklung in Auto- und Chemiebranche unter Zolldruck für besonders schwierig. Wir ordnen ein: Exportabhängige DAX-Werte reagieren sensibel auf Handelsrisiken – das ist für uns eine Einordnung, keine Aufforderung, diese Aktien zu kaufen oder zu verkaufen.

Entspannung am 22. Januar: Trump zieht Zolldrohung zurück – Davos und Rutte

Am 22. Januar 2026 kündigte US-Präsident Donald Trump in Davos überraschend an, die angedrohten Zölle gegen die acht europäischen Staaten doch nicht einzuführen. Die Kehrtwende erfolgte nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwochabend in Davos. Trump beschrieb das Treffen als „sehr produktiv“. Rutte bestätigte, man habe sich auf einen Rahmen für künftige Vereinbarungen zur gemeinsamen Sicherheit der Arktisregion geeinigt. Das Rahmenabkommen umfasst im Kern vier Punkte: Erstens werden alle Zolldrohungen zurückgezogen. Zweitens soll das US-Sicherheitsabkommen mit Grönland von 1951 neu verhandelt werden – einschließlich des Raketenabwehrsystems „Golden Dome“. Drittens sollen die USA Hoheit über Militärbasen auf Grönland erhalten – vergleichbar britischen Luftwaffenstützpunkten auf Zypern. Viertens erhalten die USA ein Mitspracherecht bei Investitionen in Grönland, um Einfluss von China und Russland zu begrenzen. Trump betonte, eine vollständige Übernahme Grönlands sei nicht Teil der Vereinbarung. Die Börsen reagierten erleichtert: Der DAX erholte sich am 22. Januar deutlich und schloss mit einem Plus von 1,2 bis 1,3 Prozent bei etwa 24.856 bis 24.878 Punkten. Besonders die zuvor stark unter Druck geratenen Autowerte profitierten: Volkswagen legte mit Kursgewinnen bis zu 5,5 Prozent kräftig zu, BMW und Mercedes-Benz zogen ebenfalls spürbar an. Die Erholung der Autoaktien spiegelte die Entlastung wider, dass die unmittelbare Zolldrohung vom Tisch war. Experten mahnten jedoch zur Vorsicht, da Details zum geplanten Abkommen unklar bleiben und Trumps Verhandlungstaktik als „extrem dynamisch“ charakterisiert wird.

Deutsche Wirtschaft und EU-Reaktion

Die deutsche Wirtschaft und Verbände hatten zuvor eine klare EU-Reaktion auf Trumps Zollpläne gefordert. Die EU-Kommission hatte Gegenmaßnahmen erwogen – einschließlich Gegenzölle auf US-Wareneinfuhren im Wert von etwa 93 Milliarden Euro; nach dem Zollverzicht entfiel die unmittelbare Drohung. Für exportorientierte Unternehmen – Automobil (BMW, Volkswagen, Mercedes-Benz, Porsche), Maschinenbau, Chemie (BASF, Bayer) – bedeutete die Ankündigung der Zölle erhebliche Planungsunsicherheit: Strafzölle auf Einfuhren in die USA hätten Margen und Wettbewerbsfähigkeit belastet. Eine neue deutsche E-Auto-Förderung mit drei Milliarden Euro Volumen wurde in dem Zusammenhang als möglicher Nachfrageimpuls diskutiert – sie konnte die Zollangst kurzfristig aber nicht ausgleichen. Die Entspannung am 22. Januar reduzierte das kurzfristige Risiko; langfristig bleibt die handelspolitische Unsicherheit ein Faktor, den wir bei der Bewertung von Unternehmen und Märkten im Blick behalten.

Einordnung für uns: Wie gehen wir mit dem Markt-Einbruch um?

Wir reagieren nicht auf eine einzelne Schlagzeile. Ein Marktsturz in wenigen Tagen ist für uns keine Aufforderung, alles zu verkaufen – ebenso wenig ist die Erholung nach Trumps Zollverzicht ein Signal, blind nachzukaufen. Wir prüfen, ob unsere Allokation noch zu unseren Regeln passt: Streuung über Anlageklassen und Regionen, Zeithorizont, Rebalancing. Wenn wir breit gestreut in Aktien und Anleihen investiert sind, tragen wir Marktvolatilität mit – kurzfristige Rücksetzer durch Geopolitik sind historisch keine Seltenheit. Wer in Edelmetallen vorsorgt, hält bei uns ausschließlich physisch (Münzen, Barren) als Krisensicherung – keine ETFs oder ETCs. Steigende Edelmetallpreise in Phasen wie Mitte Januar 2026 spiegeln für uns den Vertrauensverlust in Währungen und politische Stabilität; Edelmetalle haben einen intrinsischen Wert, Währungen sind nur ein Versprechen. Wir nutzen Edelmetalle zu einem großen Teil im Portfolio als Krisensicherung, nicht nur als kleine Beimischung. Die kurzfristige Volatilität durch den Grönland-Zoll-Konflikt ändert für uns nicht die langfristige Strategie – wir halten an Streuung und langfristigem Zeithorizont fest und verkaufen nicht aus Panik.

Praxistipps: Was wir beachten

Wir prüfen einmal jährlich (oder bei starken Abweichungen) die Gewichtung unserer Anlageklassen (Rebalancing) – nicht nach jeder Schlagzeile. Wenn Aktien durch einen Kurseinbruch untergewichtet sind, kann das Rebalancing bedeuten, nach Plan nachzukaufen – nicht aus Panik zu verkaufen. Wenn wir in Einzelaktien investiert sind, achten wir auf die Abhängigkeit von USA-Europa-Handel; diversifizierte Portfolios reduzieren das Klumpenrisiko. Geopolitische Schocks wie die Zolldrohung Mitte Januar 2026 sind für uns eine Erinnerung daran, dass wir keine kurzfristigen Prognosen treffen können – wir setzen auf Regeln, Streuung und Disziplin.

Fazit

Heute (29. Januar 2026) verlieren DAX und US-Börsen: Der Nasdaq gibt etwa 2,1 Prozent nach, der S&P 500 etwa 1,1 Prozent, der Dow etwa 0,4 Prozent (200 Punkte). Microsoft bricht trotz guter Zahlen um rund 12 Prozent ein – nachlassendes Cloud-Wachstum (Azure) belastet die Stimmung. SAP enttäuscht mit seiner Bilanz und zieht den DAX mit. Iran-Sorgen (möglicher US-Militärschlag) und die BaFin-Warnung vor Marktkorrektionen schüren die Nervosität. Gold und Silber erreichen zunächst neue Rekorde, drehen dann; Rohöl legt wegen Iran zu. Kontext: Mitte Januar hatten Trumps Grönland-Zolldrohungen (17. Januar) S&P 500, Dow, Nasdaq und DAX massiv unter Druck gesetzt; am 22. Januar zog Trump die Zölle nach dem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Rutte in Davos zurück – die Börsen erholten sich teilweise. Wir ordnen ein: Kurzfristige Volatilität durch Bilanzen, Geopolitik und Zentralbanken ist für uns kein Grund, die Strategie zu ändern. Wir halten an Streuung, Rebalancing und langfristigem Zeithorizont fest – Einzelaktien nennen wir zur Einordnung, nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

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