Geopolitische Spannungen und die Politik von US-Präsident Donald Trump prägen die Märkte im Januar 2026. Konflikte um Grönland, wiederholte Angriffe auf Fed-Chef Jerome Powell, Spannungen mit Europa und der Nahost-Konflikt treiben die Verunsicherung – Gold erreicht am 25. Januar 2026 5.031 Dollar je Feinunze und überschreitet am 26. Januar erstmals die 5.000-Dollar-Marke. Ölpreise stiegen Anfang Januar (Iran-Spannungen), fielen ab Mitte Januar (Entspannung). Handelsspannungen (Zollandrohungen gegen Europa) belasten die Stimmung. In diesem Beitrag ordnen wir die Geopolitik ein und geben Hinweise für Anleger.
Gold und Geopolitik
Am 26. Januar 2026 übersteigt der Goldpreis erstmals die Marke von 5.000 Dollar pro Feinunze und klettert zeitweise auf über 5.052 Dollar. Bereits am 25. Januar 2026 liegt der Preis bei 5.031 Dollar je Feinunze. Der rapide Preisanstieg wird hauptsächlich durch geopolitische Spannungen und Verunsicherung an den Finanzmärkten ausgelöst – insbesondere durch die Politik von US-Präsident Donald Trump. Konflikte um Grönland, wiederholte Angriffe auf Fed-Chef Jerome Powell, Spannungen mit Europa und der Nahost-Konflikt treiben die Verunsicherung. Zusätzliche Faktoren sind lockere US-Geldpolitik, steigende Goldkäufe durch Zentralbanken sowie Rekordzuflüsse in Gold-ETFs. Gold fungiert als „sicherer Hafen“ – in unsicheren Zeiten steigt die Nachfrage.
Iran, Öl und Entspannung
Anfang Januar 2026 trieben Iran-Spannungen (Proteste, Trumps Zollankündigung gegen Handelspartner des Iran) die Ölpreise nach oben – Brent bei 64,26 Dollar, WTI bei 59,86 Dollar. Ab Mitte Januar entspannten sich die Spannungen – am 19. Januar fallen WTI-Futures unter 59 Dollar. Ölpreise reagieren sensibel auf Geopolitik – Entspannung drückt die Preise, Spannungen treiben sie. Für Anleger bedeutet das: Rohstoffpreise sind von Schlagzeilen abhängig – langfristige Strategien sollten nicht auf Einzelereignisse setzen.
Einordnung für Anleger
Geopolitische Spannungen sind ein Grund für Volatilität – kein Grund, die Strategie über Bord zu werfen. Wenn wir langfristig breit streuen (z. B. ), reduziert das Risiko von regionalen Schocks. Gold hat als „sicherer Hafen“ stark zugelegt – die Bewertung ist historisch hoch; typisch ist, Gold nur als kleine Beimischung zu halten. Langfristige Anleger profitieren von der Entwicklung der Weltwirtschaft über viele Jahre – unabhängig von kurzfristigen geopolitischen Schocks.
Sparplan und langfristige Strategie
Wir kaufen unabhängig von der Geopolitik regelmäßig ein – in Phasen hoher und niedriger Unsicherheit. Langfristig gleichen sich geopolitische Schocks tendenziell aus; wer über viele Jahre investiert, profitiert von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Geopolitische Spannungen sind ein Grund für Volatilität – kein Grund, die Strategie zu ändern. Breite Streuung und regelmäßiges Sparen bleiben die bessere Strategie als Wetten auf die nächste Schlagzeile.
Trump-Politik und Handel
Handelsspannungen (Zollandrohungen gegen Europa, Iran-Sanktionen) belasten die Stimmung an den Märkten. Zölle können Lieferketten verteuern und die Konjunktur belasten – Aktienmärkte reagieren oft negativ auf Eskalation. Gleichzeitig ist unklar, welche Ankündigungen umgesetzt werden und welche Verhandlungen folgen. Für Anleger gilt: Langfristig zählen Gewinnentwicklung und Bewertung mehr als einzelne politische Schlagzeilen – breite Streuung reduziert das Risiko von Fehlentscheidungen durch Überreaktion.
Was Anleger bei Volatilität beachten sollten
In Phasen geopolitischer Unsicherheit steigt die Volatilität – Kurse schwanken stärker. Wer aus Panik verkauft, realisiert Verluste und verpasst mögliche Erholungen. Wer aus Euphorie (z. B. Gold über 5.000 Dollar) nachkauft, riskiert Einstiege zum Höchststand. Die bessere Strategie: Sparplan fortführen, Allokation prüfen (z. B. 60 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen), Edelmetalle nur als kleine Beimischung halten. Qualität, Streuung und Geduld zählen mehr als Timing.
Historischer Kontext – Gold und Krisen
Gold hat in der Geschichte immer wieder als „sicherer Hafen“ in Krisen gedient – politische Unsicherheit, Währungsprobleme, Inflation. Der Durchbruch der 5.000-Dollar-Marke im Januar 2026 ist historisch – die Bewertung ist hoch. Rücksetzer sind möglich, wenn die Unsicherheit nachlässt oder die Zinsen überraschend steigen. Wir halten Gold nur als kleine Beimischung – nicht als Kernposition.
DAX und Einzelaktien im Januar 2026
Der DAX erreichte im Januar 2026 Rekordstände (Höchststand 25.508 Punkte am 14. Januar); zu den Treibern 2025 zählten Rheinmetall, Siemens Energy und Commerzbank – einige dieser Aktien haben sich 2025 mehr als verdoppelt. Geopolitische Spannungen und Trump-Politik belasten teils die Stimmung – Handelsspannungen (Zollandrohungen gegen Europa) können Exporteure und zyklische Werte treffen. Langfristige Anleger, die breit in einen Europa- oder Welt-ETF investieren, streuen über viele Titel – Einzelaktien-Risiken werden gemildert.
Fazit
Geopolitik und Trump-Politik prägen die Märkte im Januar 2026 – Gold über 5.000 Dollar, Öl volatil. Wir streuen breit, reagieren nicht auf kurzfristige Schocks und halten Edelmetalle nur als kleine Beimischung.