Die Federal Reserve entscheidet am 28. Januar 2026 um 20:00 Uhr MEZ über den Leitzins – gefolgt von der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell um 20:30 Uhr. Die Erwartung der Märkte ist, dass die Fed den Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Die Fed hatte 2025 drei Zinssenkungen vorgenommen (17. September, 29. Oktober, 10. Dezember); zwei Gouverneure (Stephen Miran und Christopher Waller) hatten in der Januarsitzung für eine weitere Senkung um einen Viertelpunkt gestimmt – die Mehrheit beließ die Zinsen unverändert. In diesem Beitrag ordnen wir die Vorschau ein und erläutern, wie wir mit Zinsentscheidungen umgehen – ohne konkrete Produktempfehlungen.
Was die Fed am 28. Januar entscheidet
Die Fed entscheidet am 28. Januar 2026 um 20:00 Uhr MEZ über den Leitzins – die Bandbreite liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Erwartung der Märkte ist, dass die Fed die Zinsen unverändert belässt – die Mehrheit der FOMC-Mitglieder hatte in der Januarsitzung für unveränderte Zinsen gestimmt. Zwei Gouverneure (Stephen Miran und Christopher Waller) stimmten für eine weitere Senkung um einen Viertelpunkt – das zeigt, dass innerhalb der Fed die Meinungen auseinandergehen. Die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell um 20:30 Uhr MEZ gibt Hinweise auf den weiteren Zinspfad – wir achten auf Formulierungen zu Inflation, Arbeitsmarkt und weiteren Zinsschritten.
Begründung der Fed (nach der Entscheidung)
Die Fed verwies auf solide wirtschaftliche Aktivität, aber niedrige Beschäftigungszuwächse, Stabilisierungszeichen bei der Arbeitslosenquote und erhöhte Inflation. Für 2026 signalisiert die Fed ein bis zwei weitere kleine Zinsschritte nach unten – der Fokus liegt auf einem moderaten, stufenweisen Rückgang. Wir müssen den genauen Zinspfad nicht timen – langfristig zählen für uns Gewinnentwicklung und Bewertung mehr als die einzelne Zinsentscheidung.
Einordnung für die Märkte
Die unveränderte Zinsentscheidung (Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent) entspricht den Erwartungen – die Märkte hatten nicht mit einer Senkung gerechnet. Die zwei dissenting Stimmen für eine weitere Senkung (Stephen Miran und Christopher Waller) zeigen, dass innerhalb der Fed die Meinungen auseinandergehen – einige sehen Raum für weitere Lockerung. Für Aktien und Anleihen bedeutet das Halten der Zinsen für uns keine Überraschung; die Aussicht auf mögliche weitere Senkungen 2026 stützt tendenziell die Stimmung. Für den US-Dollar kann das Halten kurzfristig stützend wirken – höhere Zinsen relativ zu anderen Währungen stützen den Dollar.
Sparplan und langfristige Strategie
Wir kaufen unabhängig von der Zinsentscheidung regelmäßig ein – in Phasen hoher und niedriger Zinsen. Langfristig gleichen sich Zinsschwankungen tendenziell aus; wer über viele Jahre investiert, profitiert von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Fed-Entscheidung vom 28. Januar 2026 ändert für uns nichts an der Einordnung: breit streuen, regelmäßig sparen, langfristig denken. Qualität, Streuung und Geduld zählen für uns mehr als die nächste Zinsentscheidung.
Fed und EZB – unterschiedliche Kalender
Die Fed entscheidet am 28. Januar 2026; die EZB hat im Januar 2026 keine Zinssitzung – der Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent. Die Fed hatte 2025 drei Zinssenkungen vorgenommen; die EZB hatte im Juni 2025 einmal gesenkt und im Oktober und Dezember 2025 unverändert gelassen. Wir reduzieren die Abhängigkeit von einer einzelnen Notenbank, indem wir über Regionen streuen. Wie jeder das konkret umsetzt, liegt in seiner Verantwortung – wir verkaufen kein bestimmtes Produkt.
Was wir bei der Fed-Entscheidung beachten
Kurzfristig können Fed-Entscheidungen die Märkte bewegen – Aktien, Anleihen, Dollar. Wir setzen nicht auf Einzelentscheidungen – die Fed trifft mehrmals im Jahr Entscheidungen; der Zinspfad entwickelt sich über Jahre. Wir führen unseren Sparplan fort – unabhängig von der Entscheidung am 28. Januar. Wenn wir in Einzelaktien oder Einzelanleihen investieren, behält die Zinsempfindlichkeit (Duration bei Anleihen, Bewertung bei Aktien) im Blick. Wie jeder das konkret umsetzt, liegt bei ihm.
Historischer Kontext – Fed-Zinspfad
Die Fed hatte die Zinsen 2022 und 2023 stark angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. 2025 senkte die Fed dreimal – die Inflation war gesunken, die Konjunktur zeigte Zeichen der Abkühlung. Für 2026 signalisiert die Fed ein bis zwei weitere kleine Zinsschritte nach unten – ein moderater, stufenweiser Rückgang. Für uns bedeutet das: Die Phase der starken Zinserhöhungen ist vorbei; die Phase der vorsichtigen Lockerung dauert an. Langfristig zählen für uns Streuung und Zeithorizont mehr als der genaue Zinspfad.
Risiken
Risiken, die wir im Blick behalten: überraschende Inflation (Fed pausiert länger oder hebt an), schwächere Konjunktur (Fed senkt stärker), und politischer Druck auf die Fed (Glaubwürdigkeit der Unabhängigkeit). Keines davon zwingt uns per se zur Strategieänderung – aber jedes erfordert eine bewusste Einordnung.
Fazit
Die Fed entscheidet am 28. Januar 2026 über den Leitzins – Erwartung: unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Zwei Gouverneure stimmten für eine weitere Senkung – die Mehrheit beließ die Zinsen unverändert. Wir streuen breit und timen die Zinsentscheidung nicht. Wie jeder das konkret umsetzt, liegt in seiner Verantwortung.
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