Am 7. Januar 2026 durchbricht der deutsche Börsen-Leitindex DAX erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten und steigt auf 25.003,73 Zähler. Damit setzt der Index die Rally des Jahres 2025 fort – 2025 hatte der DAX bereits 34 Rekordstände erreicht und das Jahr mit einem Plus von rund 23 Prozent abgeschlossen. In diesem Beitrag ordnen wir den historischen Durchbruch ein, bewerten Risiken und skizzieren unseren Entscheidungsrahmen.
Die Entwicklung zum Rekord
Der DAX hatte 2025 erstmals die 24.000-Punkte-Marke durchbrochen und das Jahr bei etwa 24.490 Punkten geschlossen. In der ersten Januarwoche 2026 verzeichnet der Index ein Plus von über 3 Prozent – getrieben von mehreren Faktoren. Infrastruktur- und Rüstungsinvestitionen der Bundesregierung wecken Aufschwungshoffnungen; Themen wie Verteidigung (Rheinmetall), Infrastruktur und Energiewende (Siemens Energy) und Banken (Commerzbank) hatten bereits 2025 zu den stärksten Performern gehört. Sinkende Ölpreise zu Jahresbeginn werden als positiv für die Weltwirtschaft und die Inflationskontrolle gewertet. Zudem wecken Hoffnungen auf deeskalierte Konflikte – unter anderem nach US-Maßnahmen gegenüber Venezuela – Risikoappetit. Der Januar zählt zudem typischerweise zu den stärkeren Börsenmonaten.
Historische Einordnung
Der DAX wurde 1988 mit 1.000 Punkten gestartet und hat seitdem mehrere Meilensteine durchbrochen: 5.000 Punkte (1997), 10.000 Punkte (2014), 15.000 Punkte (2021), 20.000 Punkte (2024) und nun 25.000 Punkte (Januar 2026). Die Rally von 2025 und 2026 steht im Kontext einer langfristigen Aufwärtsbewegung – unterbrochen von Rücksetzern wie 2022. Wenn wir über Jahrzehnte in breite Indizes investieren, profitieren wir von dieser Entwicklung – ohne den genauen Zeitpunkt des 25.000-Durchbruchs treffen zu müssen.
Bewertung und Risiken
Ein Rekordhoch bedeutet nicht, dass der Markt „billig“ ist. Nach dem starken Jahr 2025 und dem weiteren Anstieg zu Jahresbeginn 2026 sind viele Werte historisch hoch bewertet. Analysten warnen vor einer möglichen Konsolidierung: Die Rally ist sehr steil verlaufen, technische Indikatoren zeigen Überkauftzeichen. Das bedeutet nicht, dass der DAX sofort fallen muss – aber dass Rücksetzer und Volatilität möglich sind. Wir kaufen nicht aus Euphorie nach und setzen nicht alles auf den DAX. Breite Streuung über Regionen und Branchen reduziert für uns das Risiko, von einem einzelnen Index abhängig zu sein.
Konjunktur und DAX
Der DAX wird von international aufgestellten Unternehmen getragen – viele erzielen den Großteil ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands. Die Konjunktur in Deutschland war 2025 schwach; die DAX-Performance hing von den Gewinnen der Konzerne und von Themen wie Verteidigung, Infrastruktur und Banken ab, nicht nur von der deutschen BIP-Entwicklung. Für 2026 bleiben Konjunktur und Handel unsicher – Zölle, Geopolitik und Zinspolitik können die Kurse in beide Richtungen bewegen.
Einordnung für uns
Wenn wir bereits breit gestreut in Aktien investieren, haben wir von der DAX-Stärke 2025 und dem Rekord 2026 indirekt profitiert – europäische Titel sind in vielen breiten Indizes enthalten. Wenn wir den DAX als Einzelindex oder über einen DAX-ETF halten, behalten wir den Anteil am Portfolio im Blick: Eine zu hohe Konzentration auf einen Index oder eine Region erhöht für uns das Risiko. Wir kaufen in guten wie in schlechten Phasen nach Plan und profitieren langfristig von der Entwicklung. Rekordstände sind für uns kein Grund, die Strategie zu ändern; Qualität, Streuung und Geduld zählen für uns mehr als der Versuch, den nächsten Höchststand zu treffen.
Langfristige Strategie
Wir kaufen unabhängig vom Kalender regelmäßig ein – in guten wie in schlechten Phasen. So haben wir 2025 von der starken europäischen Performance profitiert, ohne alles auf den DAX zu setzen. Rekordstände wie am 7. Januar 2026 sind für uns kein Grund, die Strategie zu ändern: Wenn wir weiter regelmäßig sparen und breit streuen, profitieren wir langfristig von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Wenn wir versuchen, den „perfekten“ Einstieg nach einem Rücksetzer abzuwarten, riskieren wir, lange außerhalb des Marktes zu stehen und die langfristige Rendite zu schmälern.
Fazit
Der DAX durchbricht am 7. Januar 2026 erstmals die 25.000-Punkte-Marke und setzt die Rally von 2025 fort. Treiber sind Infrastruktur- und Rüstungsthemen, sinkende Ölpreise und Hoffnungen auf geopolitische Entspannung. Analysten warnen vor Konsolidierung und Überkauftzeichen. Wir streuen breit, sparen regelmäßig und schichten nicht aus Euphorie um. Qualität, Streuung und Geduld zählen für uns mehr als der Versuch, den nächsten Höchststand zu treffen.