Im Januar 2026 beginnt Berkshire Hathaway offiziell die Ära nach Warren Buffett: Greg Abel übernimmt den CEO-Posten, nachdem Buffett rund sechs Jahrzehnte an der Spitze des Unternehmens stand. Abel (63) ist seit 2000 bei Berkshire und seit 2018 stellvertretender Vorsitzender für die Nicht-Versicherungsgeschäfte. Der neue CEO erhält deutlich höhere Bezüge als Buffett – sein Gehalt wurde auf 25 Millionen Dollar erhöht. Zudem bereitet Berkshire möglicherweise den Verkauf seiner Kraft-Heinz-Anteile vor; eine Pflichtmeldung deutet darauf hin. In diesem Beitrag ordnen wir die Entwicklung ein und geben Hinweise für Anleger – in der „wir“-Form.
Was wir beobachten
Berkshire tritt in die Post-Buffett-Ära ein – die Aktien gaben zeitweise leicht nach. Das Unternehmen erbt eine rekordhohe Kriegskasse: Zum 30. September 2025 hielt Berkshire 381,7 Milliarden Dollar in Bar und äquivalenten Mitteln. Gleichzeitig reduzierte Berkshire seine Beteiligungen an langjährigen Investments wie Apple und Bank of America; die Berkshire-Aktie schnitt 2025 schlechter ab als der S&P 500. Wir ordnen ein: Ein Führungswechsel ist für Anleger ein Unsicherheitsfaktor – aber Greg Abel ist seit Jahren im Unternehmen und die Strategie (Versicherungen, Beteiligungen, Cash) bleibt erkennbar.
Kraft Heinz – möglicher Ausstieg
Berkshire bereitet möglicherweise den Verkauf seiner Kraft-Heinz-Anteile vor – eine Investition, die oft als seltener Fehlkauf von Buffett bezeichnet wird. Eine Pflichtmeldung deutet darauf hin, dass das Unternehmen die Möglichkeit registriert hat, fast alle Anteile zu verkaufen. Greg Abel räumt auf – wir werten das als Zeichen für eine pragmatische Portfoliosteuerung unter dem neuen CEO.
Einordnung für Anleger
Wer in Berkshire Hathaway investiert, setzt auf einen Mischkonzern mit starkem Fokus auf Versicherungen (GEICO, Berkshire Hathaway Primary Group) und Beteiligungen (Apple, Bank of America, Coca-Cola u. a.). Die Aktie wird nicht als „Growth“-Titel gehandelt – sie gilt als value-orientiert und defensiv. Wir empfehlen: Einzelaktien nur als Beimischung; breite Streuung bleibt die Basis. Der Führungswechsel muss sich erst in den Ergebnissen und der Kapitalallokation beweisen.
Bewertung und Risiken
Berkshire wird oft anhand des Buchwerts und der Entwicklung der Beteiligungen bewertet. Die hohe Kriegskasse gibt Abel Spielraum für Übernahmen oder Rückkäufe – aber auch Verantwortung für die Allokation. Wir halten fest: Nach einem Führungswechsel sind Bewertung und Stimmung teils unsicher; wir handeln nicht aus Kursschwankungen heraus.
Kriegskasse und Beteiligungen
Berkshire hielt zum 30. September 2025 rund 381,7 Milliarden Dollar in Bar und äquivalenten Mitteln – eine rekordhohe Kriegskasse. Gleichzeitig reduzierte Berkshire seine Beteiligungen an Apple und Bank of America; die Berkshire-Aktie schnitt 2025 schlechter ab als der S&P 500. Wir ordnen ein: Die hohe Kriegskasse gibt Greg Abel Spielraum für Übernahmen, Rückkäufe oder weitere Beteiligungen – aber auch Verantwortung für die Allokation. Value-Investoren beobachten, wie Abel das Kapital einsetzt; der Führungswechsel muss sich erst in den Ergebnissen beweisen.
Sparplan und langfristige Strategie
Wir kaufen unabhängig von Einzelaktien-Nachrichten regelmäßig ein. Berkshire ist in vielen US- und Welt-ETFs enthalten – wer breit streut, hält Berkshire indirekt. Wir empfehlen: Die Strategie nicht wegen eines Führungswechsels ändern – Einzelereignisse wie CEO-Wechsel nicht überbewerten. Langfristig zählen die Qualität der Beteiligungen und die Kapitalallokation.
Was wir bei Mischkonzernen beachten
Berkshire ist ein Mischkonzern – Versicherungen (GEICO, Berkshire Hathaway Primary Group), Beteiligungen (Apple, Bank of America, Coca-Cola u. a.) und operative Tochterunternehmen. Die Bewertung erfolgt oft anhand des Buchwerts und der Entwicklung der Beteiligungen – nicht nur anhand des Gewinns eines Jahres. Wir halten fest: Einzelaktien nur als Beimischung; typisch wenige Prozent des Portfolios. Der mögliche Ausstieg aus Kraft Heinz zeigt, dass auch Berkshire Fehlinvestitionen korrigiert – wir werten das als Zeichen für pragmatisches Risikomanagement.
Praxistipps
- Streuung: Berkshire nur als Beimischung – nicht als Kernanlage. Typisch wenige Prozent des Portfolios in Einzelaktien.
- Zeithorizont: Wir raten zu einem langfristigen Horizont – Einzelereignisse wie CEO-Wechsel nicht überbewerten.
- Vergleich mit ETF: Ein breiter Welt-ETF enthält Berkshire – ohne Einzelwert-Risiko.
- Kein Timing: Wir können nicht vorhersagen, wie die Aktie auf den Führungswechsel reagiert – ein Sparplan glättet den Einstiegspreis.
Fazit
Berkshire Hathaway tritt im Januar 2026 in die Ära nach Buffett ein – Greg Abel wird CEO, Gehalt 25 Millionen Dollar. Ein möglicher Ausstieg aus Kraft Heinz steht im Raum. Wir empfehlen: breit streuen, Einzelaktien nur begrenzt halten, langfristig denken.